Therapien Kritisch Hinterfragen

Wer ist schon ein Fan von Nadeln – ich sicherlich nicht, aber dennoch habe ich mir gleich zu Anfang der Schwangerschaft Akkupunkturnadeln zur Linderung der Übelkeit in mein Ohr stechen lassen. Ich hatte mir sofortige Linderung erhofft, wurde jedoch enttäuscht. Es schien mir gar nicht zu helfen und ich verlor ein wenig meinen Glauben an die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Doch ich sollte während meiner Schwangerschaft noch öfter gepikst werden und dieses Mal spürte ich tatsächlich die Hilfe und Erleichterung, die mir von meiner Hebamme prophezeit worden waren.

Mikrobiologen der Universität von Hongkong zeigen sich in einem Fachartikel des British Medical Journal (BMJ) im März 2010 besorgt über durch Akupunktur ausgelöste Infektionen, deren Häufigkeit höher sei als zuvor angenommen. Gemeint sind dabei bakterielle und virale Infektionen. Am häufigsten wurden Infektionen mit pyogenen Bakterien beschrieben. In den 1970er und 1980er Jahren waren dies weltweit 50 Fälle.

Nach Angaben der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikolomedizin e.V. ist die Akupunktur heute eine Notwendigkeit für den Kassenarzt. Sie gilt als zweites Standbein für den Niedergelassenen und ist aufgrund der Aufnahme in den ärztlichen Leistungskatalog (Gebührenordnung für Ärzte bzw. GOÄ) auch mit den Leistungsziffern 269 und 269a abrechenbar.akupunkturmatte

Am Akupunktur-Boom verdienen nicht nur einschlägige Verlage (Hippokrates, Enke etc.) mit ihren Publikationen, sondern auch eine ganze Reihe von Akupunkturnadelanbietern, die von Einmal-Akupunkturnadeln bis zu in China leider immer noch üblichen Mehrfach-Akupunkturnadeln alle Typen in unterschiedlicher Qualität vertreiben. Abgerundet wird die Angebotspalette durch Reiseveranstalter, die ausbildungswillige Europäer in einschlägige chinesische Universitäten transportieren, um dort eine in Europa begonnene Ausbildung zu beenden. Dabei sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Akupunktur (wie die TCM) in China in bestimmten Kreisen zum Devisenbringer geworden ist.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Akupunkturleistungen wiesen für das Jahr 1999 einen Betrag von 382 Millionen DM aus. Für das Jahr 2001 gab die Deutsche Ärzte-Gesellschaft für Akupunktur im April 2001 in einem Rundschreiben an ihre Mitglieder das Volumen der zuletzt erbrachten Erstattungen für Akupunktur mit 500 Millionen DM an. Private Krankenkassen wendeten 1999 rund 184 Millionen DM für Akupunktur auf.

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